Effizient vorbeugen – Konsequent ermitteln

Wirtschaftskriminalität / Ermittlungen

Cor­po­rate Trust ist ein pro­fes­sio­nel­ler Sicher­heits­part­ner, an den Sie sich ver­trau­ens­voll zur effek­ti­ven Abwehr von wirt­schafts­kri­mi­nel­len Hand­lun­gen in Ihrem Unter­neh­men wen­den kön­nen.

Unser Tätig­keits­schwer­punkt liegt dabei ein­deu­tig auf der Prä­ven­tion. Denn die meis­ten kri­mi­nel­len Hand­lun­gen wür­den nicht gesche­hen, wenn das Bewusst­sein im Unter­neh­men geschärft wäre. Oft wer­den die Schä­den nicht oder nicht recht­zei­tig erkannt.

Im Scha­dens­fall unter­stüt­zen Sie unsere erst­klas­si­gen Ermitt­lungs­spe­zia­lis­ten bei der lücken­lo­sen und dis­kre­ten Auf­klä­rung.
Business Risk Diligence

CT-Wirtschaft-Grafik-de

Fallbeispiel

Pro­blem und Aus­gangs­si­tua­tion

Ein mit­tel­stän­di­sches Han­dels­un­ter­neh­men wurde anonym mit der Aus­sage kon­fron­tiert, dass ein lei­ten­der Mit­ar­bei­ter durch soge­nannte „kick back“ Zah­lun­gen in die eigene Tasche wirt­schaf­tet. Der mone­täre Scha­den solle sich den Anga­ben zufolge auf einen mitt­le­ren sechs­stel­li­gen Betrag pro Jahr belau­fen.

Folge die­ser anony­men Mit­tei­lung war eine erheb­li­che Ver­un­si­che­rung in der Geschäfts­füh­rung des Unter­neh­mens, wie mit die­sem Vor­wurf umge­gan­gen wer­den soll. Ein direk­tes Anspre­chen des Mit­ar­bei­ters hätte im Falle einer fal­schen Ver­däch­ti­gung gra­vie­rende Fol­gen für die wei­tere ver­trau­ens­volle Zusam­men­ar­beit und die Moti­va­tion des Mit­ar­bei­ters gehabt. Wären die Vor­würfe echt, könn­ten unbe­dachte Schritte den Täter war­nen und zur umfang­rei­chen Ver­nich­tung von Beweis­mit­teln füh­ren.

Die Unter­neh­mens­lei­tung beauf­tragte Cor­po­rate Trust mit der Auf­klä­rung der Vor­würfe und Siche­rung von mög­li­chen Bewei­sen.

 

Ana­lyse und Fest­stel­lung

Gemein­sam mit der Geschäfts­füh­rung wurde die aktu­elle Lage bewer­tet und das wei­tere Vor­ge­hen fest­ge­legt. Um die spä­tere Gerichts­ver­wert­bar­keit sicher­zu­stel­len, gab es eine enge Abstim­mung sämt­li­cher Maß­nah­men mit dem Haus­ju­ris­ten, dem Betriebs­rat und dem Daten­schutz­be­auf­trag­ten des Unter­neh­mens. Zuerst wur­den die ermitt­lungs­tech­ni­schen Schritte durch­ge­führt, die kei­nen Auf­schub dul­de­ten. Ins­be­son­dere die sofor­tige Spie­ge­lung der aktu­el­len IT-Daten war dabei von erheb­li­cher Bedeu­tung.

In einer ers­ten Ana­lyse wur­den die über­ge­be­nen Hin­weise auf ihre Schlüs­sig­keit und das Bedro­hungs­po­ten­tial für das Unter­neh­men geprüft. Hin­ter­grund­re­cher­chen zum betrof­fe­nen Mit­ar­bei­ter zeig­ten, dass es Auf­fäl­lig­kei­ten in sei­ner Per­sön­lich­keit, sei­nem Lebens­lauf und im pri­va­ten Umfeld gab, wel­che die vor­lie­gen­den Ver­dachts­mo­mente erhär­te­ten. Flan­kie­rend wur­den rele­vante Geschäfts­vor­gänge foren­sisch auf Unre­gel­mä­ßig­kei­ten geprüft und kri­ti­sche Punkte mit den Hin­wei­sen zur Tat abge­gli­chen. Dies bestä­tigte den Ver­dacht gegen den Mit­ar­bei­ter. Gemein­sam mit einem Geschäfts­füh­rer wurde der Mit­ar­bei­ter in einer per­sön­li­chen Befra­gung mit den Erkennt­nis­sen kon­fron­tiert. Er räumte die Vor­gänge dabei teil­weise ein.

Im Anschluss wurde der Mit­ar­bei­ter zur Sicher­heit für das Unter­neh­men und zur Abwen­dung von Ver­tu­schungs­hand­lun­gen sofort frei­ge­stellt und per­sön­li­che Arbeits­mit­tel sicher­ge­stellt. Die Spe­zia­lis­ten von Cor­po­rate Trust stell­ten gemein­sam mit den Fach-Abteilungen des Kun­den sicher, dass jeg­li­cher Zugang ins Unter­neh­men bzw. Zugriff auf Fir­men­sys­teme durch den frei­ge­stell­ten Mit­ar­bei­ter umge­hend unter­bun­den wur­den. Nach juris­ti­scher Fall­be­wer­tung und Frei­gabe durch die Unter­neh­mens­lei­tung wur­den die gespei­cher­ten Daten des Mit­ar­bei­ters aus­ge­wer­tet. Dabei konn­ten unter ande­rem bereits gelöschte Daten auf der Fest­platte wie­der her­ge­stellt wer­den, die eine Auf­stel­lung der erhal­te­nen „kick back“ Zah­lun­gen für die letz­ten fünf Jahre ans Tages­licht brachte.
Die Ermitt­lun­gen führ­ten zu einem ein­deu­ti­gen Ergeb­nis. Auf Anra­ten von Cor­po­rate Trust wurde daher durch die Geschäfts­füh­rung Straf­an­zeige wegen Bestech­lich­keit bei der zustän­di­gen Staats­an­walt­schaft gestellt.

 

Hand­lung und Erfolg

Das Unter­neh­men erar­bei­tete bereits im Vor­feld der Anzeige eine Pres­se­er­klä­rung sowie eine Mit­tei­lung an die Beleg­schaft. Darin wur­den die Vor­fälle erläu­tert und die Hal­tung der Geschäfts­lei­tung kom­men­tiert. Die Bot­schaft lau­tete „Wirt­schafts­kri­mi­nelle Hand­lun­gen wer­den nicht tole­riert und strikt ver­folgt“.
Der Staats­an­walt­schaft wurde mit dem Ermitt­lungs­be­richt von Cor­po­rate Trust eine klar struk­tu­rierte Auf­klä­rung der Vor­würfe zur Ver­fü­gung gestellt. Damit wurde einer Ein­stel­lung des Ver­fah­rens wegen man­geln­der Beweis­last vor­ge­grif­fen. Auf­grund der ein­deu­ti­gen Hin­weise durch­suchte die Poli­zei die Woh­nung des Mit­ar­bei­ters. Es wur­den ein­deu­tige Kon­to­be­lege für die Zah­lun­gen und wei­tere Hin­weise für die Kor­rup­tion gefun­den. Durch die Beweise konnte umfang­reich Geld auf den Kon­ten des Mit­ar­bei­ters sicher­ge­stellt und damit ein Groß­teil des Scha­dens wie­der gut gemacht wer­den.

Das struk­tu­rierte und beson­nene Vor­ge­hen der Unter­neh­mens­füh­rung stärkte das Ver­trauen der Beleg­schaft in die Loya­li­tät des Unter­neh­mens zu sei­nen Mit­ar­bei­tern, da Maß­nah­men gegen den Mit­ar­bei­ter erst erfolg­ten, als der Tat­ver­dacht durch Beweise belegt war. Es ver­deut­lichte den Mit­ar­bei­tern ebenso die Bedeu­tung eines funk­tio­nie­ren­den inter­nen Kon­troll­sys­tems und der Effek­ti­vi­tät von Whist­leb­lo­wing.