Produkterpressung2018-08-22T14:43:27+00:00

Produkterpressung

„Man braucht 20 Jahre, um sich einen Ruf zu erarbeiten und nur 5 Minuten um ihn zu ruinieren.“

Warren Buffett, Investor

Die Täter sind gut vorbereitet – seien Sie es auch

Egal ob vorsätzlich oder fahrlässig, ist der Schaden erst eingetreten, sind die Folgen meist nur schwer in den Griff zu bekommen. Präventionsmöglichkeiten gibt es – mit Sicherheit!

Verlässliche Zahlen zu Produkterpressungen liegen kaum vor. Verlässlich sind nur die Erfahrungswerte, welche eine hohe Dunkelziffer erkennen lassen. Grundsätzlich gilt, je bekannter die Marke, desto leichter gerät ein Unternehmen in den Fokus.

Wie auf die Produkterpressung reagieren?

  • Ignorieren?
  • Verhandeln?
  • Bezahlen?
  • Was, wenn Medien davon erfahren?
  • Bin ich versichert?

Fragen, mit denen man sich vor Eintritt der Produkterpressung auseinandersetzen sollte. Werden von Beginn an die richtigen Entscheidungen getroffen, stehen die Chancen gut, dass die Erpressung eingestellt wird und im Sande verläuft? Auch das Motiv ist für den Verlauf einer Produkterpressung entscheidend. Nicht immer ist es ein professioneller und gut organisierter Erpresser, dem es nur um die Geldforderung geht bzw. der ökologische oder extremistische Gründe nennt. Auch enttäuschte Mitarbeiter, Trittbrettfahrer, Verschuldete sowie psychisch Beeinträchtigte kommen als Täter in Frage. Das Hauptmotiv ist in den meisten Fällen immer noch (Löse-)Geld, welches heute häufig in Form der digitalen Währung Bitcoin gefordert wird.

Es betrifft nicht nur Unternehmen der Lebensmittelbranche, sondern generell alle Unternehmen, die Produkte herstellen, vertreiben oder fertigen. Die Negativfolgen sind schlimmstenfalls eine gesundheitliche Beeinträchtigung von Konsumenten, die rasante Verbreitung in sozialen Medien, zivilrechtliche Forderungen von Geschädigten, behördliche Restriktionen, Reputationsverlust durch mediale Darstellung oder noch vieles mehr.

Präventionsmöglichkeiten

Jede Produkterpressung ist individuell zu analysieren und zu betrachten.

Vor allem bereits vorhandene, prozessorientierte Abläufe in Verbindung mit erprobten Krisenszenarien leisten einen Beitrag zur Bewältigung einer Produkterpressung, die nicht nur lebensbedrohlich für Verbraucher sein können, sondern auch die Existenz des Unternehmens gefährden kann. Im Krisenmanagement sollten die jeweiligen Krisenszenarien definiert sowie der Krisenstab und die Krisenkommunikation klar geregelt sein.

Vorgehensweise:

  • Risikoanalyse der Unternehmensprozesse
  • Identifizierung der „Kronjuwelen“ und Bewertung der Gefährdung
  • Aufbau Krisenmanagement in Verbindung mit Krisenkommunikation
  • Adäquate Versicherung

Krisenstabstrainings helfen die vorhandenen Prozessabläufe zu testen und anzupassen.